Die 6D unterwegs auf ungewöhnlichen Wegen

Wie fühlt es sich an, als Jugendlicher auf der Straße zu leben? Welche Gefahren lauern dort und wie gelingt der Weg zurück in ein geregeltes Leben? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Schüler:innen der 6D am Freitag, dem 2. Oktober 2026, bei einer außergewöhnlichen Stadtführung durch Wien. Begleitet wurden sie von Prof. Katharina Bucsis und Prof. Sandra Allacher. 

Im Rahmen einer Tour des Vereins „Wiener Nimmerland“ lernten die Jugendlichen Nico kennen, der bereits im Alter von 13 Jahren obdachlos wurde und mit 14 in die Drogensucht abrutschte. Gemeinsam mit ihm besuchte die Klasse verschiedene Orte in Wien, die in seiner Vergangenheit eine wichtige Rolle gespielt hatten. Dabei berichtete Nico offen über seine persönlichen Erfahrungen und gab eindrucksvolle Einblicke in einen Alltag, der von Angst, Gewalt und Einsamkeit, aber auch von seltenen Momenten der Hoffnung geprägt war. 

Diese Offenheit hinterließ Eindruck bei den Schüler:innen. Statt eines klassischen Vortrags entwickelte sich während der Tour eine Begegnung auf Augenhöhe, bei der Nico seine Geschichte authentisch und verständlich vermittelte und ausführlich auf alle Fragen einging.  

Seine Geschichte machte deutlich, wie schnell junge Menschen in einen Kreislauf aus Obdachlosigkeit und Sucht geraten können und wie schwierig es ist, sich daraus wieder zu befreien. Die Stadtführung bot den Schüler:innen somit nicht nur die Gelegenheit, Wien aus einer ungewohnten Perspektive kennenzulernen, sondern regte auch dazu an, über gesellschaftliche Ausgrenzung, Vorurteile und den Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen nachzudenken. 

 BUK / KUS