Drei Wochen ohne Smartphone: Wir machen mit bei einem österreichweiten Schulprojekt

An einer besonderen österreichweiten Initiative beteiligen sich aktuell hunderte Schüler:innen unserer Schule. Die 3., 4. und 5. Klassen wurden von den verantwortlichen Lehrkräften für Digitale Grundbildung und Informatik eingeladen, am „Handyexperiment“ des ORF in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung teilzunehmen. Beachtliche 230 Schüler:innen, mehr als Hälfte der angesprochenen Jugendlichen, entschieden sich für die Teilnahme. Sie verzichten damit vom 4. bis zum 25. März 2026 auf ihr Smartphone.

Dafür fand am 2. März eine Kick-Off-Veranstaltung mit Direktorin Tanja Bayer-Felzmann und den teilnehmenden Schüler:innen in der Aula statt. Dabei handelte es sich um einen Soft Start mit reduzierter Handynutzung, der die Teilnehmer:innen auf die bevorstehenden drei Wochen vorbereiten sollte.

Am 4. März wurde das offizielle Experiment mit einem Gemeinsamen Ausschalten in drei Schichten begonnen. Prof. Isa Ammerer startete einen fünfminütigen Countdown, der von dem berühmten Intro des Songs „The Final Countdown“ begleitet wurde, und brachte die sichtlich aufgeregte Menge in die richtige Stimmung. Es gab an diesem Tag für die Teilnehmer:innen eine Überraschung: Die Handys kamen in blickdichte Plastiksäckchen, die mit einem Gymnasium-Neusiedl-Aufkleber und darauf gesetzter Unterschrift versiegelt wurden. Wer es bis zum Ende des Experimentzeitraums durchhält und das Säckchen ungeöffnet zurückbringt, bekommt eine Belohnung.

Das Projekt ist Teil eines breit angelegten Experiments, bei dem österreichweit 72.000 Schüler:innen drei Wochen lang versuchen, ihr Handy bewusst wegzulegen und ihren Alltag ohne ständige digitale Begleitung zu erleben. Ziel ist es, das eigene Nutzungsverhalten zu reflektieren und herauszufinden, wie sich weniger Bildschirmzeit auf Wohlbefinden, Schlaf, Stress und soziale Beziehungen auswirkt. Begleitet wird das Projekt wissenschaftlich unter anderem vom Anton-Proksch-Institut und der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien.

Die Teilnehmer:innen führen während der drei Wochen ein Handy-Tagebuch, in dem sie ihre Erfahrungen, ihre Stimmung und mögliche Veränderungen im Alltag ohne Smartphone festhalten. Die Schüler:innen der beteiligten Klassen, die sich nicht angemeldet haben, behalten hingegen ihre gewohnte Handynutzung bei und bilden im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung eine Vergleichsgruppe.

Während der drei Wochen ohne Smartphone geht es nicht darum zu beweisen, dass Handys grundsätzlich schlecht sind. Vielmehr soll das Experiment Jugendlichen ermöglichen, bewusst zu erleben, wie sich ihr Alltag verändert, wenn soziale Medien, Chats und permanente Online-Kommunikation pausieren. Viele Teilnehmer:innen des ersten Handy-Experiments im Vorjahr berichten von mehr Zeit für persönliche Begegnungen, besserem Schlaf und weniger Stress.

Die in das Projekt involvierten Lehrkräfte an unserer Schule sind die Informatik-Lehrer:innen Prof. Isa Ammerer, Prof. Leonie Hupfer und Prof. Bernhard Kaintz. Sie begleiten die Schüler:innen während der drei Wochen, motivieren zum Durchhalten und unterstützen bei organisatorischen Fragen rund um das Experiment.

Wir freuen uns jetzt schon auf die Erfahrungsberichte aller erfolgreichen Teilnehmer:innen – und auch derjenigen, die das Experiment nicht ganz bis zum Ende durchhalten konnten!

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