Michal Rajec aus der 8E vertrat mit seinem Team Österreich bei der Internationalen Astrophysikolympiade

Von Zagreb bis Hanoi: Für Michal Rajec aus der 8E führte der Weg zur 19. Internationalen Olympiade für Astronomie und Astrophysik (IOAA) über mehrere anspruchsvolle Auswahlrunden und intensive Vorbereitungstrainings. Als einer der fünf besten Nachwuchstalente Österreichs qualifizierte er sich für das Nationalteam und durfte sein Wissen auf internationaler Bühne unter Beweis stellen.

Der Weg auf die internationale Bühne

Der Weg dorthin war alles andere als einfach. Zunächst mussten die Teilnehmer in mehreren Auswahlrunden komplexe Aufgaben aus der Astronomie und Astrophysik lösen. Nur die zehn Besten erreichten die letzte Runde, aus der schließlich das fünfköpfige Nationalteam hervorging. In sechs ganztägigen Intensivtrainings bereiteten sich die jungen Physiker auf die bevorstehenden Herausforderungen vor.

Eine erste Gelegenheit, internationale Wettbewerbsluft zu schnuppern, bot sich Anfang September bei der Mitteleuropäischen Olympiade für Astronomie und Astrophysik (CEOAA) in Zagreb. Dort stellten sich Michal und seine Teamkollegen theoretischen Aufgaben, einer Datenanalyse und der nächtlichen Himmelsbeobachtung mit Teleskopen. Zwei Mitglieder des österreichischen Teams wurden für ihre Leistungen mit einer Honourable Mention (ehrenvollen Erwähnung) ausgezeichnet.

Unter den Besten der Welt

Der Höhepunkt folgte wenig später in Vietnam: Vom 25. September bis 5. Oktober 2026 fand in Hanoi die 19. IOAA statt, an der rund 320 Jugendliche aus 66 Ländern und Regionen teilnahmen. Auf dem Programm standen anspruchsvolle Theorieprüfungen, die Auswertung astronomischer Daten sowie praktische Aufgaben am Teleskop und im Planetarium. So mussten die Teilnehmer unter anderem Saturn am Nachthimmel aufspüren und anhand von Messdaten die Masse eines simulierten schwarzen Lochs bestimmen.

Neben den Wettbewerben blieb auch Zeit für internationale Begegnungen und kulturellen Austausch. Beim gemeinsamen Kulturabend präsentierten sich Michal und sein Team sogar mit dem „Donauwalzer“. Ausflüge zu historischen Sehenswürdigkeiten boten Gelegenheit, das Gastgeberland näher kennenzulernen.

Zwei Medaillen für Österreich und viele Eindrücke

Auch sportlich gab es für Österreich Grund zur Freude: Mit zwei Bronzemedaillen durch Lukas Doktor und Simon Spitaler gelangen dem Nationalteam die ersten Medaillengewinne bei einer Internationalen Olympiade für Astronomie und Astrophysik. Doch auch für die übrigen Mitglieder der noch jungen österreichischen Delegation war die Teilnahme an diesem internationalen Spitzenwettbewerb ein bedeutender Meilenstein – allen voran für unseren Schüler Michal Rajec, der sich mit den besten Nachwuchstalenten der Welt messen durfte.

Am Gymnasium Neusiedl am See ist die Freude über Michals bemerkenswerte Teilnahme an diesem internationalen Spitzenwettbewerb natürlich ebenso groß. Prof. Franz Tillhof, der die Physikolympiade an unserer Schule leitet, ist stolz auf seinen erfolgreichen Schüler. Direktorin Tanja Bayer-Felzmann gratulierte Michal ebenfalls herzlich zu seiner beeindruckenden Leistung. Die Schulgemeinschaft unseres Gymnasiums schließt sich diesen Glückwünschen mit großer Anerkennung an.

Text: HUB (nach einem Bericht von Michal Rajec)

Fotos: PHENIKAA UNIVERSITY Hanoi (IOAA 2026) / HUB