Von der Projektidee zum digitalen Fundsystem
Jacken, Turnschuhe, Trinkflaschen: Was bei uns liegen bleibt, landete jahrelang in einem Gitterwagen am Gang. Seit diesem Schuljahr gibt es dafür ein digitales Fundbüro mit eigenem Fundregal. Die Idee dazu stammt von unseren Schülern.
Im Schuljahr 2025/26 beschäftigten sich Felix Jantsch, Jakob Mospointner und Niklas Wurm aus der damaligen 6D im Projektmanagement-Unterricht mit der Neugestaltung des Fundbüros. Betreut wurden sie von Prof. Andreas Wenth und Prof. Franz Wohlfart.
Die drei untersuchten den bisherigen Ablauf und leiteten daraus klare Anforderungen ab: Ein Fundstück sollte sich innerhalb weniger Sekunden erfassen lassen, Eltern sollten kein Konto benötigen und auf den Etiketten sollten keine Namen aufscheinen. Auf dieser Grundlage entwickelten sie selbst einen Prototyp. Prof. Wenth entwickelte mit seiner Agentur clicksgefühle den Prototyp zu einem System weiter, das nun im Schulalltag eingesetzt wird.
Am 23. September 2026 setzten INP-Schüler mit Unterstützung einiger Jahrgangskollegen das neue Fundsystem schließlich in die Praxis um und befüllten das Fundregal: Die Schüler sichteten, fotografierten und etikettierten alle Fundstücke und räumten sie anschließend ein.
Das neue System FundFix funktioniert ganz einfach: Ein Fundstück wird mit dem Handy fotografiert. Eine KI schlägt eine Beschreibung vor und eine Lehrkraft prüft sie. Prof. Wenth entwickelte den Prototyp zu einem System weiter, das nun im Schulalltag eingesetzt wird. Alle Fundstücke können online eingesehen werden. Dafür braucht es weder eine App noch ein eigenes Konto.
Innovative Idee überzeugt Jury
Den außergewöhnlichen Einfall belohnte die Wirtschaftsagentur Burgenland im Rahmen der Verleihung des Innovationspreises Burgenland 2026 mit dem Sonderpreis der Jury. Besonders gewürdigt wurden die gelungene Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen, die praxisnahe Lösung eines konkreten Problems und die Nachhaltigkeit des Projekts. Eine Delegation der Wirtschaftsagentur reiste eigens nach Neusiedl am See, wo DI Michael Sedlak Prof. Wenth, Prof. Wohlfart und den drei jungen Entwicklern die Auszeichnung persönlich überreichte.
Auch im Schuljahr 2026/27 arbeitet die Informatikklasse 7D weiter am Projekt. Ziel ist es, doppelt so viele Fundstücke wie bisher an ihre Besitzer:innen zurückzugeben.
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Alle aktuell erfassten Fundstücke sind zu finden unter: https://gymnd.fundfix.at







