Best Practice für europäische Bildungszusammenarbeit

Flaggen aus Tschechien, Kroatien, Luxemburg, der Slowakei und vielen anderen europäischen Ländern auf T-Shirts. Fahnen von Spanien, Italien und Frankreich auf Postern. Und als größter Blickfang das EU-Logo im Eingangsbereich: Man erkannte am 19. Juni 2026 auf den ersten Blick, dass das Gymnasium Neusiedl seine Türen weit nach Europa geöffnet hatte.

Grund dafür war der vom OEAD (Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung) organisierte Study Visit, der erstmals an unserer Schule stattfand. 51 Lehrer:innen aus verschiedenen Ländern der EU besuchten das Burgenland, wo sie drei Tage lang an Workshops und kulturellen Veranstaltungen zum Thema „Strengthening Cross-Border Cooperations through Inclusive Education“ teilnahmen. Am letzten Tag ihres Aufenthaltes stand der Besuch des Gymnasiums Neusiedl als ‚Best Practice‘-Beispiel auf dem Programm.

Bei diesem Study Visit konnten auch Schulqualitätsmanager Werner Zwickl, MSc, aus der Bildungsdirektion Burgenland und Mag. Ursula Panuschka, die Bereichsleiterin von Erasmus+- Schulbildung begrüßt werden. Erfreulich war auch das Kommen von Annett Böttcher, der Direktorin der Deutschen Schule Bratislava, und ihrer Erasmus+-Koordinatorin Daniela Bogenschütz.

Zunächst wurden alle Gäste von den Schüler:innen der 5A durch das festlich geschmückte Schulgebäude geführt. Unsere Junior-EU-Botschafter:innen beantworteten dabei viele Fragen auf Englisch, wofür sie von den internationalen Besucher:innen großes Lob ernteten.

Nach den Begrüßungsworten von Direktorin Mag. Tanja Bayer-Felzmann präsentierte der Schulchor unter der Leitung von Prof. Claudia Hautzinger-Kaschmitter sehr eindrucksvoll das Lied „Lichter“ in mehreren Sprachen.

Beifall erhielten auch Sofia Mikkelsen (6A) und Nela Vavrikova (7B) für ihren englischsprachigen Vortrag über das Schulprofil des Gymnasiums Neusiedl.

Der nächste Programmpunkt des Besuchs fand im Mehrzweckraum statt, wo Informationstische zu verschiedenen Themen von je zwei Lehrer:innen des Gymnasiums Neusiedl betreut wurden. Wie bei einem Stationenbetrieb konnten sich die Gäste nun im 10-Minuten-Takt über folgende Schwerpunkte unserer Schule informieren: Mehrsprachigkeit, Peer-Programme, Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz, Transitionsprojekte, Klimaschule und inklusive Förderprogramme. Auf Wunsch des OEAD wurden zusätzlich aktuelle eTwinning- und Partnerschul-Projekte präsentiert. Dabei ergaben sich viele bereichernde Gespräche und mehrmals wurden unter den Gästen und den Lehrer:innen des Gymnasiums Neusiedl E-Mail-Adressen ausgetauscht, um die Kontakte weiter pflegen zu können.

Wegen des großen Interesses an den Info-Ständen blieb leider keine Zeit mehr für die geplante Podiumsdiskussion von Schüler:innen, Lehrer:innen, den Direktorinnen und Mag. Gabriele Bauer vom OEAD. Nach den Abschlussworten der Direktorin folgte bereits die Europa-Hymne des Schulorchesters unter der Leitung von Prof. Günther Kleidosty. Die Begeisterung der Gäste war danach allerdings so groß, dass das Orchester trotz des engen Zeitplans noch um ein weiteres Musikstück gebeten wurde.

Der Besuch der europäischen Gäste verlief in angenehmer, stressfreier Atmosphäre. Vielleicht ergeben sich schon bald weitere Begegnungen bei einer der kommenden Erasmus+-Veranstaltungen. Das nächste Vernetzungstreffen für Erasmus+-akkreditierte Schulen findet bereits am 8. und 9. Oktober 2026 in Wien statt, wo Prof. Claudia Holler und Prof. Elisabeth Ladich als Erasmus+-Koordinatorinnen unsere Schule vertreten werden.

In diesem Zusammenhang wollen wir uns bei allen Schüler:innen und Lehrer:innen des Gymnasiums Neusiedl bedanken, die den ersten Study Visit des OEAD an unserer Schule unterstützt haben. Wir werden weiterhin – gemäß unseres Schulentwicklungsplans – an der Vernetzung im europäischen Kontext arbeiten, um das friedensfördernde Europabewusstsein in unserer Schulgemeinschaft zu stärken.

LAD / HUB

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