Buchveröffentlichung: „Das Lager Lackenbach“
Mit seinem Buch „Das Lager Lackenbach“ widmet sich Prof. Herbert Brettl einem lange vernachlässigten Kapitel der österreichischen Vergangenheit und leistet damit einen bedeutenden Beitrag zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus sowie zur historischen Forschung über das Burgenland.
Im Mittelpunkt steht das größte NS-Zwangsarbeitslager für Rom:nja und Sinti:zze, das am 23. November 1940 im burgenländischen Lackenbach eingerichtet wurde. Die dort inhaftierten Menschen mussten Zwangsarbeit leisten und wurden von Lackenbach aus in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert.
Das Buch stützt sich auf umfangreiche Recherchen in Archiven und macht zugleich die Erfahrungen der Betroffenen sichtbar. Es dokumentiert die Ereignisse rund um das Lager, thematisiert die lange fehlende Anerkennung vieler Überlebender als Opfer des nationalsozialistischen Regimes und zeigt, wie wichtig historisches Erinnern für Gegenwart und Zukunft ist.
Mit dieser Neuerscheinung liegt ein wichtiges Werk zur regionalen Erinnerungskultur vor. Zugleich macht das Werk verdrängte Ereignisse sichtbar, rückt persönliche Schicksale in den Mittelpunkt und verdeutlicht die Auswirkungen von Ausgrenzung, Verfolgung und fehlender Anerkennung.
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