Zeitzeugin auf Besuch in einer vierten Klasse
Diese Frage durften die Schüler:innen der 4B am 5. Februar einer Zeitzeugin stellen, die im Rahmen des Geschichteunterrichts zu Besuch kam. Frau Gisela Wollner aus Illmitz, vitale 92 Jahre jung, erzählte zwei Stunden lang aus ihrer Kindheit und Jugend. Sie berichtete von der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs wie auch aus den Jahren der Besatzung durch die Sowjets.
Die Mädchen und Burschen hörten den kurzweiligen Berichten von Gisela Wollner gespannt zu, in denen sie viele Details aus ihrem langen Leben mit den Jugendlichen teilte. Es waren Erinnerungen an ein bescheidenes Zuhause ohne Elektrizität und fließendes Wasser, an die Uniformen der Jungmädel und des Jungvolks, an tote Soldaten eines beschossenen Lazarettzuges und an die Gesichter dieser jungen Männer. Erinnerungen an die Schulzeit in Wien und die beschwerlichen Fahrten dorthin – mit dem Laster und auf Milchkannen sitzend – sowie an einen russischen Soldaten, der wie sie selbst Lehrer gewesen war. Aber auch Erinnerungen an Ausflüge in die Natur mit ihren schönen Tier- und Pflanzenexemplaren. In diesem Zusammenhang gab sie den Jugendlichen einen Tipp mit auf den Weg: „Lasst eure Handys liegen, geht hinaus und schaut euch um, wie schön es bei uns ist!“
Immer wieder wurde der Bogen in die Gegenwart zu den aktuellen Ereignissen der Weltgeschichte gespannt und Gisela Wollner gab den Schüler:innen abschließend folgendes mit: „Vergesst nie, Respekt den anderen gegenüber zu haben. Nur so sind Kriege und Konflikte zu verhindern.”
Am Ende dieser beiden Stunden gab es von der 4B noch eine kleine Aufmerksamkeit für Frau Wollner, die sich sehr darüber freute. Dieses Treffen machte den Jugendlichen deutlich, dass Geschichte mehr ist als berühmte Persönlichkeiten und Jahreszahlen in Geschichtsbüchern, es zeigte, dass Geschichte lebendig ist und Einfluss auf die Gegenwart hat.
TIP / MUM / KUS



