Young Science Day 2026
Im Rahmen des Young Science Day beschäftigten sich die Schüler:innen des Wahlpflichtfaches Biologie am 21. Jänner 2026 mit der Frage, wie Biotechnologie und Mikrobiologie unseren Alltag beeinflussen, oft ohne, dass wir dies bewusst wahrnehmen. Ziel des Projekts war es, grundlegende mikrobiologische Methoden kennenzulernen und dabei den Nutzen, aber auch die Herausforderungen biotechnologischer Anwendungen praktisch zu erforschen sowie einen Einblick in die aktuelle Forschung zu erhalten.
Der Fokus an diesem Projekttag lag auf dem Umgang mit Bakterienkulturen. Die Schüler:innen lernten, wie man Mikroorganismen steril kultiviert, welche Nährböden sie benötigen und wie wichtig sauberes Arbeiten im Labor ist. Durch einfache Abklatschproben konnte sichtbar gemacht werden, welche Bakterien auf verschiedenen Oberflächen vorkommen und wie sie wachsen. Außerdem beschäftigten sich die Jugendlichen mit der Wirkung von Antibiotika und führten Hemmhofversuche durch. Dabei beobachteten sie, wie bestimmte Stoffe das Wachstum von Bakterienkulturen verhindern können, und diskutierten die Bedeutung von Antibiotikaresistenzen für die moderne Medizin.
Des weiteren befassten sich die Schüler:innen mit der Wichtigkeit von Hygiene, die in Krankenhäusern und Laboren von entscheidender Bedeutung ist, um die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern und somit sowohl Patient:innen als auch das medizinische Personal zu schützen. Mit fluoreszierenden Stoffen und einer UV-Lampe wurde sehr anschaulich gezeigt, wie gut oder schlecht Hände gereinigt worden sind.
Ein weiterer Teil des Projekts widmete sich der Hefe als Modellorganismus. Die Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae spielt eine große Rolle in der Lebensmittelbiotechnologie. Um die Aktivität von Hefe verständlich zu machen, führten die Schüler:innen praktische Versuche durch. Diese alltagsnahen Beispiele zeigten, wie Hefepilze Kohlendioxid produzieren und dadurch Teige auflockern. Zimtschnecken und Striezel dienten nicht nur als leckere Demonstrationen, sondern auch zur Veranschaulichung biologischer Prozesse.
Das Highlight dieses Young-Science-Tages war allerdings der Besuch von fünf Wissenschaftler:innen der Universität für Bodenkultur Wien. An diesem Programmpunkt nahmen neben den Schüler:innen der Wahlpflichtfachgruppe Biologie und Umweltbildung auch jene der Wahlpflichtfachgruppe Life Science teil. Der Workshop wurde zum Großteil in englischer Sprache abgehalten und behandelte die Themen „Biotechnology in general”, „Biopharma”, „Vaccines and gene therapy”, „Methods – Chromatography, ultracentrifugation and computational modelling” sowie „Career in Biotechnology”. Ergänzt wurden die interessanten Vorträge durch anschauliche Experimente zum Mitmachen.
Abschließend wurden die Karrierewege der Vortragenden vorgestellt, was besonders für die angehenden Maturant:innen ein wertvoller Einblick war. In einer Fragerunde wurden zudem sinnvolle Tipps gegeben und der spannende Tag damit geschlossen.
Das Projekt verband theoretisches Wissen mit praxisnahen Experimenten und zeigte, wie eng Biotechnologie, Lebensmittelproduktion und Gesundheit miteinander verknüpft sind. Besonders die Kombination aus Laborarbeit und kulinarischem Abschluss machte das Thema anschaulich, abwechslungsreich und für alle Beteiligten spannend.
HOA / KUS





























