Erfolgreiche Teilnahme am 50. Landeswettbewerb der österreichischen Chemie-Olympiade

Vom 22. bis 24. April 2024 fand in Eisenstadt der 50. Landeswettbewerb der österreichischen Chemie-Olympiade statt, ein jährlicher Wettbewerb für Schüler:innen, die ein starkes Interesse an Chemie zeigen und sich mit anderen bei Beispielen auf Hochschulniveau messen wollen – sowohl mit ihrem Fachwissen als auch mit praktischen Fähigkeiten.

Zum runden Jubiläum stellten sich nun auch erstmals Schüler:innen des Gymnasiums Neusiedl der Herausforderung, nachdem sie – wie vorgesehen – an der Schule ihr Wissen im Rahmen eines Vorbereitungskurses bei Prof. Philipp Ilming vertieft hatten.

Bei dem in zwei Teile gegliederten Wettbewerb mussten die Teilnehmer:innen zunächst theoretische Probleme lösen, danach folgten praktische Aufgaben. Um die Wartezeit auf die Ergebnisse zu verkürzen, rundete eine Exkursion in die Labors des Bundesamts für Weinbau das Programm für die Teilnehmenden ab.

Bei der anschließenden Siegerehrung hatten auch die Teilnehmenden des Gymnasiums Neusiedl allen Grund zur großen Freude! Sie hatten beeindruckende Leistungen gezeigt: Johannes Haubenwallner (Klasse 8B) belegte in der Gesamtwertung aus Theorie und Praxis den ausgezeichneten sechsten Platz, knapp vor Martin Limbeck (ebenfalls Klasse 8B), der den siebten Platz erreichte. Dieser darf jedoch besonders stolz sein auf seine herausragende Leistung im Theorieteil, die ihm den dritten Rang bescherte. Juliane Schmid (Klasse 6A) ergänzte das starke mannschaftliche Ergebnis mit einem zehnten Platz, was auf ihr großes Potential in den kommenden Jahren hinweist.

Wir sind stolz auf die Ergebnisse der Teams: drei in den Top Ten beim ersten Antritt! Wir gratulieren Juliane, Johannes und Martin zu ihren hervorragenden Leistungen!

Weitere Informationen:

Wettbewerbsablauf

Der Landeswettbewerb der Chemie-Olympiade ist in zwei Teile gegliedert: Die Teilnehmer:innen müssen zunächst theoretische Probleme lösen, von organischen Synthesewegen zu anorganischen Reaktionsverläufen über die Interpretation von H-NMR-Spektren bis zu klassisch physikalisch chemischen Aufgabenstellungen im Bereich der Thermodynamik oder der Elektrochemie.

Bei den praktischen Aufgaben standen dieses Jahr unter anderem Ionennachweise durch Tüpfeln, organisch-qualitative Analysen und zwei Titrationen auf dem Programm.

Laborbesichtigung

Bei der Exkursion in die Labors des Bundesamts für Weinbau erhielten alle Teilnehmenden faszinierende Einblicke in moderne chemisch-instrumentelle Analysetechniken. Neben den Geräten selbst, die man beim Einsatz beobachten konnte, gab es detaillierte Erklärungen einer von Fachkräften.

Die Labors des Bundesamts für Weinbau sind auf Kontrolltätigkeiten und Qualitätsprüfungen im Weinbereich spezialisiert, um die Vergabe staatlicher Prüfnummern für Qualitätsweine abzuwickeln. Zur Erfüllung dieser Aufgaben sind die Laborräumlichkeiten mit allen Standarduntersuchungsmethoden wie Atomabsorptionsspektrometrie, induktiv gekoppelte Plasma-Massenspektrometrie, Hochleistungsflüssigchromatographie, Gaschromatographie-Massenspektrometrie und Fourier-Transform-Infrarotspektroskopie ausgestattet. Sie zählen dadurch zu den modernsten Weinuntersuchungszentren in Europa.

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