Verwirrte Blicke, ungläubiges Lachen, Personen, die schon vor dem Ende des Films den Kinosaal verlassen…
Solches spielte sich während „Ne touchez pas la hache“ am 25. 10. 2007 im Wiener Gartenbaukino ab. Wir, die Französisch-Olympioniken, hielten allerdings tapfer durch. Wir hatten nämlich den erst 2007 mit Guillaume Depardieu (dem Sohn von Gérard) gedrehten Streifen aus dem Programm der Viennale ausgesucht, um endlich einmal einen französischen Film vollständig zu sehen. (In den Vorbereitungsstunden zur Olympiade in Oberschützen bleibt nämlich immer nur Zeit für kurze Videosequenzen.)
Etwas Kürzung hätte aber gerade dieser Literatur-Verfilmung von H. de Balzac nicht geschadet, und es stellt sich die Frage, warum französische Filme immer schlecht ausgehen müssen. Andererseits kann man gerade darüber ausführlichst diskutieren, was wir auch im Zug bis Neusiedl getan haben. Dabei verkosteten wir die Rumkugeln der Viennale und fächelten uns mit dem Werbegeschenk-Fächer Frischluft zu, wodurch wir uns fast wie die französischen Aristokraten im Film fühlten.
Schlussendlich waren wir uns einig: irgendwie war es doch eine interessante Exkursion. Nur eines ist sicher – diesen Fim tun wir uns nie wieder an!
Ein Bericht von Dr. Elisabeth Böck.