Lena Hess, Schülerin der 5A, gewann vor wenigen Wochen im Segelsport auch den Europacuptitel.

Dieses sensationelle Ergebnis wollen wir zum Anlass nehmen, ihr nachträglich herzlich zu gratulieren, und ihr dabei auch einige Fragen zu stellen.

 

KER: Wie war das Gefühl, als du erfahren hast, dass du Europacupsiegerin bist?

LENA: Es war ein sehr gutes Gefühl, allerdings wusste ich schon nach der vorletzten Fahrt, dass ich den Titel verliehen bekommen werde, da beim Endergebnis die beiden schlechtesten Resultate gestrichen werden. So absolvierte ich die letzte Fahrt nur noch lachend.

 KER: Wie bist du zum Segelsport gekommen?

LENA: Durch meinen Vater, der selbst Segeltrainer ist. Schon als kleines Kind war ich viel mit dem Motorboot mit meinem Vater unterwegs oder ich war mit älteren Seglern auf ihren Booten unterwegs. Mein Vater ist zugleich auch mein Trainer, und unsere Zusammenarbeit funktioniert sehr gut.

KER: Was ist das Tolle am Segelsport?

LENA: Dass es auch viel Kopfarbeit ist, zum Beispiel was die Windtaktik betrifft, der Wind ist immer anders. Außerdem braucht man jede Menge Kraft und Ausdauer. Auch das Kennenlernen anderer Menschen ist immer wieder aufregend.

KER: Wie sieht dein Trainingsplan aus?

LENA: Jetzt ist es gerade zu kalt zu Trainieren, ich habe vorige Woche mein letztes Training absolviert. Während der Ferien trainiere ich generell fünfmal pro Woche, während der Schule immer von Freitag bis Sonntag und einmal während der Woche. Im Winter steht das Kraft- und Ausdauertraining im Vordergrund .Zusätzlich gehe ich regelmäßig klettern und gelegentlich mit einer Freundin reiten.

KER: was war das bisher beeindruckendste Erlebnis im Zusammenhang mit dem Segeln?

LENA: Ich finde immer die internationalen Regatten am spannendsten, bei denen verschiedene Nationen teilnehmen, wodurch es auch starke Konkurrenten gibt. Auch die Europacup Regatten, bei denen Burschen und Mädchen antreten, stellen immer eine große Herausforderung dar.

KER: Wie ist der Profisport mit der Schule vereinbar?

LENA: Sehr gut, bisher habe ich für die Schule sehr viel gelernt, allerdings nehme  ich die Schule mittlerweile etwas lockerer, es funktioniert auch so.

KER: Wie sehr unterstützt dich deine Familie bei deiner sportlichen Karriere?

LENA: Meine Familie unterstützt mich sehr, mein Vater ist ja auch mein Trainer. Meine Mutter fährt sehr oft mit mir zu Wettkämpfen. Auch sie kennt sich bei dem Sport gut aus, segelt aber nicht selbst.

KER: Was ist dein nächstes großes Ziel?

LENA: In den Herbstferien werde ich an der EM in Dänemark teilnehmen, worauf ich mich schon freue. Ich setzte mir allerdings nicht unbedingt den Sieg zum Ziel, ich möchte ohne Druck an den Start gehen.

KER: Danke für das Gespräch!

 

Ein von Prof. Kerschbaumer