DIE 3C BERICHTET: SO LIEF DER „DROGEN-WORKSHOP“!
Die Klassen 3C und 3F nahmen im Mai an einem sehr informativen, zweiteiligen Drogenworkshop der Fachstelle für Suchtprävention Burgenland teil. Obwohl den Teilnehmern vieles schon bekannt war, war die Veranstaltung sehr interessant.
In der ersten Einheit am 9. Mai 2007 kam Herr Ludwig Goldenits von der Suchtprävention des Landeskriminalamts zu uns in die Klasse 3C.
Seine Aufgabe war es, uns in einem Vortrag die rechtlichen Folgen von Drogenkonsum bzw. Drogensucht zu erläutern, was ihm unserer Meinung nach auch gut gelungen ist. Wir wurden zum Beispiel darüber aufgeklärt, ab welchem Alter man wie lange ausgehen darf und ab wann Alkohol offiziell an Jugendliche ausgegeben wird.
Anfangs wirkte der Kriminalbeamte zwar etwas nervös, aber mit der Zeit wurde er immer lockerer. Er gab uns die Möglichkeit, ihm Fragen zu stellen. Insgesamt war er sehr gut vorbereitet und hielt einen informativen zweistündigen Vortrag (, der stellenweise vielleicht aber etwas trocken war.)
Den zweiten Teil am 22. Mai gestalteten zwei Damen vom Psychosozialen Dienst, die direkt mit Drogenabhängigen oder anderen Süchtigen zusammenarbeiten und ihnen helfen, von ihrer Sucht wegzukommen. Für diese zweistündige Einheit wurde die Klasse in zwei Gruppen geteilt.
Zuerst spielten wir ein Spiel: Jeder von uns bekam einen Zettel mit einer Suchtart auf den Rücken geklebt. Dann mussten wir durch Fragen an unserer Mitschüler herausfinden, an welcher Sucht wir erkrankt waren. Alle fanden das ziemlich lustig und interessant, vor allem weil wir gelernt haben, wie unterschiedlich Süchte sein können. Man kann z.B. nach Cola süchtig sein, nach dem Internet oder nach Arbeit! Es gibt nicht nur Alkohol- und Drogensucht, sondern auch Spielsucht, Arbeitssucht, Lernsucht, Kaufsucht… Wir mussten „unsere“ Süchte anschließend auf einem Plakat in die Kategorien stoffgebunden bzw. nicht-stoffgebunden, legal oder illegal einteilen.
Dann besprachen wir mit der Psychologin die Stufen, die in der so genannte „Suchtspirale“ vom Konsum zur Sucht führen. Die fünf Stufen lauten
1. Genuss, 2. Missbrauch, 3. Gewohnheit, 4. Abhängigkeit, 5. Sucht
Eine der Gruppen fertigte ein Plakat an, auf dem dargestellt wurde, was passiert, wenn man mehrere Promille Alkohol im Blut hat.
Was uns sehr gefiel, war das Verkosten von feinster Schokolade zur Demonstration der Wirkung eines Suchtmittels. Dabei hatten wir die Aufgabe, die Schokolade auf unserer Zunge ganz langsam zergehen zu lassen und wirklich zu genießen. Den meisten von uns fiel das aber schwer!
Besonders interessiert hat die SchülerInnen unserer Klasse auch das „Klaviermodell“, mit dem gezeigt wurde, wie viele Möglichkeiten man beim Genuss hat und wie viele Möglichkeiten man hätte, wenn man süchtig wäre, nämlich nur EINE!
Es wurden auch Gründe genannt, warum Jugendliche zu Suchtmitteln wie Alkohol greifen und davon abhängig werden. An erster Stelle steht da natürlich der Wunsch, verschiedene Probleme des Lebens zu bewältigen oder einfach zu vergessen. Oft sind aber auch einfach nur Coolness und Gruppenzwang die Ursache.
Die Workshop-Leiterinnen zeigten auch Möglichkeiten auf, wie man sich Familienmitgliedern oder Freunden gegenüber verhalten sollte, die von einem Suchtproblem betroffen sind, und an welche Organisationen man sich im Ernstfall wenden kann.
Unsere gesamte Klasse fand den Workshop sehr wichtig und informativ. Wir erfuhren viele nützliche Details. Sicherlich hat diese Veranstaltung den meisten von uns die Augen geöffnet!
Sowohl die beiden Frauen als auch der Kriminalbeamte beantworteten jede Frage und waren sehr nett. Es konnte offen geredet werden, da alle äußerst vertrauenswürdig erschienen.
Diesen Workshop kann man nur weiterempfehlen!
Ein Bericht von :
Anja Böröcz, Julia Forster, Diana Gidl, Markus Hautzinger, Michaela Kurcsics, Charlotte Spiegelfeld und Viktoria Wohlfahrt aus der 3C
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Drogenkonsum ist in Österreich eine der am weitesten verbreiteten riskanten Gesundheitsverhaltensweisen von Jugendlichen. Die negativen Folgen von legalem wie illegalem Drogenkonsum, z. B. Suchterkrankung und psychische Störungen sind vielen Jugendlichen gänzlich unbekannt.
Experten der Fachstelle für Suchtprävention Burgenland bearbeiten in Workshops gruppenweise mit den Jugendlichen interaktiv das Thema Sucht. Die legalen Drogen Alkohol und Nikotin sowie die illegalen Drogen Cannabis und Ecstasy liegen aufgrund ihrer Verbreitung in Österreich im besonderen Interesse des Projektes.
Die Fachstelle bekommt bei diesen Workshops Unterstützung von Suchtpräventionsbeamten des Landeskriminalamtes Burgenland, die den Jugendlichen die Folgen von Suchtmittelkonsum werden durch detaillierte Erklärung des Suchtmittelgesetzes vermitteln.
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