Dialog zwischen Generationen – „Dorftratsch“

Die Idee zu diesem Projekt kam einem Lehrerteam unter Leitung des Klassenvorstandes Mag. Icelly um die Sozialkompetenz der Schüler der Sportklasse 2F des Gymnasiums Neusiedl /See zu stärken.
Wir beschlossen den alten Leuten des Hauses St Nikolaus und der Diakonie in Gols eine Freude zu bereiten und sie zu besuchen. Eifrig wurden zur Erinnerung kleine Duftsackerl gebastelt.
Eine Gruppe von Schülern besuchte mit den Insassen des Hauses St Nikolaus zweimal das Dorfmuseum. Die andere Gruppe verwöhnte beim ersten Mal die Bewohner des Heimes der Diakonie mit frisch gebackenen Muffins. Es wurde gerührt und gekostet- dabei erzählten manche der alten Damen und Herren interessante Geschichten. Beim zweiten Mal war ebenfalls der Ausflug ins Dorfmuseum am Programm. Die Raab -Ödenburger Bahn lud unentgeltlich zur Bahnfahrt ein. Freundlich halfen sie beim Einladen der Rollstühle in den Zug. Das Programm aller drei Ausflüge war gleich. Angekommen im Dorfmuseum stärkten wir uns beim Mittagessen in dem Dorfgasthaus oder im Stadel. Dann wurde in kurzer Form die Entstehung und die Bauten des Dorfes erklärt. Jedes Kind war für einen alten Menschen im Rollstuhl verantwortlich. Sie führten die Damen und Herren zu allen Werkstätten und Häusern, dabei erfuhren sie Erlebnisse aus dem reichen Erfahrungsschatz der Älteren. Aber auch aktuelle Geschehnisse, wie Fußball standen im Mittelpunkt. War die Scheu  und die Berührungsangst anfänglich schon groß, so merkte man beim zweiten Besuch an den Gesprächen ein reges Interesse von beiden Seiten: jung und alt!
Für viele der Schüler war es unvorstellbar mit wie wenig diese alten Leute zufrieden sind und wie leicht man ihnen eine Freude bereiten kann. So wunderte sich Harry über eine Demenzkranke: „ Und die was`wirklich net ,dass sie jetzt bei uns vorbeigangen is und wir sie grüßt haben`?“
 Manche werden wiederkommen um zum Beispiel bei Ausflügen zu helfen.
Alles in allem wollen wir uns bei allen, die dieses Projekt ermöglicht haben bedanken.

Kommentar der Kinder: 


Beeindruckt waren wir von den Erinnerungen der alten Leute, dass sie so viel
über ihr Leben erzählten. Die ältere Generation ist sehr nett und unkompliziert auf
uns zugegangen. Auch das Backen hat uns Spaß gemacht. Ein bisschen abstoßend
empfanden wir, dass eine alte Dame schon in den Teig beißen wollte.
Auch beim Essen im Dorfmuseum fühlten sich einige von uns nicht so wohl.
Echt toll war das Zug fahren mit den Rollstühlen, dass dies so reibungslos funktioniert hat, hat uns wirklich fasziniert.

Betreffend die abschließenden Gefühle, war es alles in allem sehr anstrengend, aber trotzdem schön. Teilweise fanden wir es auch ein bisschen traurig und natürlich total ungewohnt. Uns fiel es bei dem unwegsamen Gelände oft schwer den Rollstuhl zu schieben. Durch die Führung mit unseren Damen und Herren hat es uns oft an unsere Omas und  Opas erinnert. Schön war es auch, dass wir Mädels die Buben besser kennengelernt haben. Tja kurz gesagt: es war schön und coool!   

Ein Bericht von Mag. Ingeborg Icelly.

Manuel Brunnthaler mit Edith
Manuel Brunnthaler mit Edith
Hr. Göltl, Kinder: Mario Wendelin,Clemens Kroiss,Thomas Zinkl, Tamara Schranz,Susanne Schmitt;Tatjana Schraml.;Prof Leitgeb und Heiminsassen beim Backen
Hr. Göltl, Kinder: Mario Wendelin,Clemens Kroiss,Thomas Zinkl, Tamara Schranz,Susanne Schmitt;Tatjana Schraml.;Prof Leitgeb und Heiminsassen beim Backen
Gruppe Haus St. Nikolaus: Schüler von l: Alex Dau,Lukas Umprecht.,Kristian Meixner,Daniel Schopf;Manuel Brunntaler,Paulin Heinrich,Stefanie Smoley;Xenia Beck;Olivia Göltl;Marlene Varga;
Gruppe Haus St. Nikolaus: Schüler von l: Alex Dau,Lukas Umprecht.,Kristian Meixner,Daniel Schopf;Manuel Brunntaler,Paulin Heinrich,Stefanie Smoley;Xenia Beck;Olivia Göltl;Marlene Varga;