OSTR Dr. Alois Wegleitner in Pension

Kaum zu glauben - OSTR Dr. Alois Wegleitner in Pension

Ende Dezember 2009 trat OSTR Dr. Alois Wegleitner in den wohlverdienten Ruhestand.
Dr. Alois Wegleitner, der 1974 zum Doktor der Philosophie promovierte, war 41 Jahre engagierter Lehrer für Geografie und Geschichte. Zunächst unterrichtete er im Gymnasium Bruck an der Leitha und Schwechat, seit 1974 im Gymnasium Neusiedl am See, weiters lehrte er an der Pädagogischen Akademie in Eisenstadt sowie an der Universität Wien, wo er auch weiterhin Exkursionen für das Ökopädagogische Zentrum des Nationalparks Neusiedler See/Seewinkel vermittelt bzw. selbst durchführt. 1997 wurde ihm der Berufstitel Oberstudienrat verliehen.
Während seiner Lehrtätigkeit maturierten bei ihm 272 Schüler, er betreute 14 Unterrichtspraktikanten und er „diente“ insgesamt 12 Direktoren.
Immer war er respektierter Pädagoge, der mit viel Herz an seinen Schülern und Fächern hing sowie mit klarer und deutlicher Stimme sein umfangreiches Wissen weitergab. Sowohl Kollegen als auch Schüler schätzten seine Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Geradlinigkeit und Kompetenz. Er war kritisch, aber korrekt und jeder Schüler wusste, woran er war und was er lernen musste. Viele Sympathien gewann er auch durch seine Freundlichkeit und sein Verständnis für die Anliegen seiner Schüler.
Äußerst belesen und aufgeschlossen gegenüber Altem sowie Neuem interessiert(e) er sich stets für Vergangenes und Aktuelles. Ehrgeizig verfolgt(e) er seine gesteckten Ziele.
Als stolzer Illmitzer nahm er rege und aktiv am Dorfleben teil. So etwa betätigte er sich in der Pfarre (Pfarrgemeinderat), in der politischen Gemeinde (Gemeinderat) und in etlichen Vereinen (Singverein und Kirchenchor, Bezirksobmann des Bgld. Sängerbundes, 1997 „Ehrenzeichen in Gold“). Zahlreiche Festschriften, Chroniken und wissenschaftliche Abhandlungen rund um den Neusiedler See zeugen von seinem Engagement und seinem breit gefächerten Wissen.
Es ist gewiss, dass Dr. Wegleitner, seinem Naturell entsprechend, auch in Zukunft – Gott sei Dank – nicht in Lethargie versinken wird, sondern sich vielmehr mit Worten und Taten bemerkbar machen wird.
Deshalb wünschen wir dir, lieber Alois, viel Schaffenskraft und Energie, aber ebenso genügend Zeit für deine Familie und deine Hobbys, vor allem aber Gesundheit und einen angenehmen
(Un)Ruhestand!!!

PS: Komm uns oft besuchen, deine Fans freuen sich bestimmt sehr darüber!

Wie beliebt Dr. Wegleitner bei den Schülern war, das kommt deutlich in den nun folgenden überaus netten sowie bewegten Zeilen der 6A zum Ausdruck:

Lieber Herr Professor!

Nach Weihnachten werden wir uns leider nicht mehr sehen,
wie konnte so etwas nur geschehen?
Jahrelang sahen wir uns fast täglich,
Abschiednehmen ist für uns unerträglich.
Mit Freude blicken wir auf die Stunden mit Ihnen zurück,
Sie als Lehrer zu haben war unser großes Glück.
Aus den langweiligsten Themen machten Sie interessante Sachen,
in Ihrem Unterricht gab es immer etwas zu lachen.
Unser Allgemeinwissen wurde durch Sie erweitert,
was uns sehr erheitert.
Eine bekannte Wüste, sagten Sie, sei Kalahari,
Carina denkt nur an Fisch und dachte, sie hieße Kalamari.
Ihr Unterricht war audiovisuell,
deshalb lernten wir bei Ihnen schnell.
„Es war einmal der Mensch“ ist ein Film, den sogar wir verstehen,
aber wir haben all Ihre Filme gerne gesehen.
Mit Ihnen hatten wir immer viel Spaß
und lernten gleichzeitig im Übermaß.
Nun können wir Spanien von Frankreich unterscheiden,
aber die Wüste Kalahari werden wir trotzdem meiden.
Sie waren immer fair
und Ihre Prüfungen nicht allzu schwer.
Viele hätten gerne bei Ihnen maturiert,
Sie hätten sich mit uns sicher nicht blamiert.
Die meisten Lehrer halten uns für unmotiviert,
aber Sie haben uns deswegen nie kritisiert.
Wir konnten uns immer auf Sie verlassen
und können Ihre Pensionierung kaum fassen.
Auch wollen wir uns noch dafür bedanken,
dass Sie immer hinter uns standen.
Unsere gemeinsame Geschichte nimmt nun ein Ende,
deshalb reichen wir uns traurig wegen des Abschieds,
aber dankbar für die schönen Stunden die Hände.

 Ein Bericht von Mag. Edith Pinter.