Projektwoche „Südtirol“ der 7CR
(31.03.-04.04.08)
Nach längerem Hin und Her haben wir uns (= alle Nicht-Frankreich-Fahrer der 7CR) entschlossen, eine Woche in Südtirol zu verbringen, um dieses einst österreichische Territorium, so nah und doch so fern, zu bereisen.
Dem kühlen Oster-Wetter entsprechend mit Anorak und Stiefeln ausgestattet, fuhren wir etwas müde, aber gut gelaunt los. Nach einer längeren Fahrt genossen wir neben dem Mittagessen den herrlichen Blick auf den Mondsee. Nachdem manche Überaktive versucht hatten, den Umfang und die Diagonale des Sees zu berechnen, ging es weiter zur Firma Swarovski nach Wattens. Dort ließen wir uns von André Hellers Kristallwelten und natürlich auch von dem edlen Schmuck (besonders die Damen) verzaubern. Der nächste Stopp erfolgte bei der Europabrücke (192 m), wo ein paar „Lebensmüde“ laut über das Bungeejumping nachdachten. Danach bezwangen wir den Brenner und gelangten endlich nach Südtirol, wo wir todmüde unser Hotel südlich von Bozen bezogen.
Wir merkten in den nächsten Tagen bald, dass wir uns in Italien südlich der Alpen befanden, denn wir hatten fast immer blauen Himmel und 15°-25°! Dem „Sonnengott“ sei Dank!
Voll motiviert unternahmen wir in den wenigen Tagen sehr viel und waren von früh bis spät unterwegs, um Land und Leute näher kennen zu lernen.
Unter anderem besichtigten wir das mittelalterliche Klausen, die Städte Bozen und Meran mit ihren verträumten Gassen und Lauben. Auch genossen wir den herrlichen Blick vom Schloss Tirol auf das Meraner Becken sowie die Fahrten durch das Eisacktal und das Etschtal bis zum Reschenstausee. Weiters bestaunten wir die vielen Bio-Obstplantagen (neben der Autobahn!!) und die Weingärten an den Hängen der Südtiroler Berge. Treue Begleiter waren stets die vielen Burgen (ca. 400 in Südtirol), die den Weg säumten, und die Minnesänger Oskar von Wolkenstein sowie Walther von der Vogelweide, die in dieser Gegend lebten und wirkten. Eine Mitschülerin hatte diese beiden so ins Herz geschlossen, dass sie (zur Freude unserer Deutsch-Prof.) täglich-freiwillig oder unfreiwillig- über diese Dichter „ein Loblied sang“.
Ein besonderes Highlight unserer Projektwoche war natürlich der Besuch des Südtiroler Archäologiemuseums in Bozen, wo wir „Ötzi“, den Jahrhundertfund, ausgiebig betrachten konnten. Es war ein beklemmendes wie auch ein erhebendes Gefühl, der 5300 Jahre alten Gletschermumie gegenüberzustehen. Wir nahmen uns dementsprechend viel Zeit, mit „Ötzi“ auf Entdeckungsreise durch die Jungsteinzeit zu gehen.
Ein weiterer Höhepunkt war der vorletzte Tag, an dem wir von einem Reiseleiter begleitet wurden. Er war nämlich ein Südtiroler „Naturbursch“, der mit seinen lässigen und lustigen Erzählungen über Land und Leute und deren Sagen unsere Lachmuskeln strapazierte. Mit ihm wanderten wir zu den Erdpyramiden auf den Ritten, zu den Eishöhlen bei Eppan sowie hoch über dem Kalterer See über eine Hängebrücke zu einer romanischen Kirche. Wir fuhren über die Weinstraße südlich von Bozen (Epppan-Kaltern-Tramin) und besichtigten abschließend eine Weinkellerei.
Gut gelaunt beschlossen wir den Abend diesmal nicht mit Pokern, sondern mit einem gemütlichen Beisammensein, bei dem wir in Form eines Quiz die wichtigsten Stationen unserer Projektwoche rekapitulierten, wobei einige von uns ihr schauspielerisches Talent präsentierten und wir uns köstlichst darüber amüsierten.
Am nächsten und letzten Tag ging es über die Dolomitenstraße in Richtung Heimat, einerseits mit einem lachenden, andererseits mit einem weinenden Auge. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, glitzernder Schnee sowie schroffe und bizarre Berge bis zu 3000m und darüber- das war ein Naturschauspiel der besonderen Art. Es entschädigte uns für die lange Heimfahrt, auf der wir noch in Cortina d’Ampezzo und vor den 3 Zinnen Rast machten.
Die Zeit verging leider viel zu schnell. Es war eine sehr informative wie auch vergnügliche Projektwoche, die wir auf keinen Fall missen möchten!!
Gedankt sei Mag. Manuela Csizmadia für die nette Begleitung und ganz besonders unserem Klassenvorstand Mag. Edith Pinter für die gelungene Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung!
Die Schüler der 7CR


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