Vienna open Lab – ein Erlebnis der anderen Art

G:Kein Tatort ohne DNA- Folge 2

Aufgrund der „Pfuscharbeit“ des 8A/B-Teams im Fall des gestohlenen Albums der Sängerin Cutie Q ,wurde die 8CF des  Gymnasiums Neusiedl/ See beauftragt, den Fall zu klären.
Die vergleiche der Spuren fanden in einem Laboratorium in Wien statt, wo wir die DNA- Proben der Verdächtigen untersuchten, vervielfältigten und miteinander verglichen. Die beiden Expertinnen für Genetik wiesen uns sehr gut an, wodurch nur Kleinigkeiten an Fehlern entstanden. Oft wurden wir von ihnen für unsere Arbeit gelobt, was uns natürlich noch mehr motivierte. Nach viereinhalb Stunden Arbeit war es soweit, dass wir das Ergebnis unserer Untersuchungen erfuhren, wer denn nun der Dieb gewesen sei.
2 von 3 Spuren wiesen auf den Stalker der Sängerin hin, wobei jedoch die 3.Spur im Sand verlief, womit bewiesen war, dass keiner der Verdächtigen der Täter war.
Alles in allem war es eine sehr gelungene Exkursion und für die meisten von uns eine interessant Erfahrung.
©Julia Hafenscher(8C)


RG: “Auf den Geschmack gekommen”

Wir, die 8CRG, wurden kurz nach unserer Ankunft von Dagmar und Ludmilla ,zwei Biowissenschaftlerinnen, die einiges an Geduld aufbrachten und gerne auch etwas ein zweites Mal erklärten ,im molekularbiologischen Besucherlabor am Campus Vienna Biocenter begrüßt. Da wir selbst heute einmal ein richtiges Experiment durchführen durften, mussten wir uns (die anfänglich bei einigen instabil wirkenden) Kittel anziehen. Bevor wir uns auf die Pipetten stürzen durften, hörten wir noch die Theorie zu unserem heutigen Experiment. Wir wurden gleich einmal etwas schockiert, als wir erfuhren, dass unser lange als sicher geglaubtes Wissen, dass wir mit unser Zunge vier Geschmäcker -zur Wiederholung -süß, sauer, bitter, salzig, unterscheiden können nicht stimmt. Umami- der Geschmack von Glutaminsäure- fragen sie nicht wie es schmeckt, zählt auch zu unseren fünf Geschmacksqualitäten

Wir sollten herausfinden, ob wir PTC- ein Bitterstoff schmecken, also ob wir “Taster” sind. oder nicht - “Non Taster” sind. Früher war es wichtig diesen Bitterstoff zu schmecken, doch da wir heute nicht mehr in den Wäldern nach Essen suchen müssen, ist es doch mehr aus rein biologisch-chemischer  Sicht interessant.

Dazu mussten wir erst DNA mittels einer Salzlösung aus unseren Mundschleimhäuten zu gewinnen- ja es schmeckt wie es klingt. Mit Hilfe der Polimerase Ketten Reaktion- PCR vervielfältigten wir unsere DNA .Danach wir dieses Produkt mit Gelelektrophorese analysiert. Zitternde Hände sind bei dieser Millimeterarbeit fehl am Platz, was überraschenderweise keinen von uns davon abgehalten hat, es zu versuchen. Nach einer gewissen Wartezeit, in der wir die Analyse des Ergebnisses theoretisch besprachen, wurde das Ergebnis sichtbar. Wir konnten feststellen, dass wir einen TT Taster- beide Elternteile können den Bitterstoff schmecken, drei tt Non Taster -beide Elternteile schmecken den Stoff nicht in der Gruppe waren, Der Rest waren heterozygote Tt Taster- ein Elternteil schmeckt den Stoff, der andere nicht. Dieses Ergebnis wurde durch Verkosten des Bitterstoffs bestätigt, die heftige Reaktion unseres TT Tasters stieß auf Unverständnis bei unseren tt Non Tastern. Auf unseren Wunsch
durften wir auch unsere Eltern testen und es kam zu keinen unangenehmen Überraschungen- die Ergebnisse wurden bestätigt.

Alles in allem ein lehrreicher Tag im Labor, der nicht nur unser Wissen über unseren Geschmackssinn  erweiterte, sondern uns auch die Arbeit im Vienna Bio Lab näher brachte und in gewisser Weise auch das Wissen, dass unsere Eltern auch wirklich unsere Eltern sind.

©Nina Moser(8C)