Präsentationsabend
Die öffentliche Präsentation des Projekts fand am Mittwoch, 1. Juni 2005, in der Aula unseres Gymnasiums statt. Neben der Vorstellung der selbst gebauten Instrumente bereiteten wir für die Besucher auch Schautafeln und ein unterhaltsames Programm vor.
Ehrengast des Abends war der Präsident des österreichischen Volksliedwerks Dr. Sepp Gmasz. Der Direktor der Schule Mag. Walter Roth hob in seine einleitenden Worten die Bedeutung des Projektunterrichtes hervor.
Zur Einleitung gab es das Lied „Yesterday“ von den Beatles. Die einzelnen Themen des Projekts wurden von den Schüler/Innen in Form von Power Point Präsentationen gestaltet. Zuerst gab es einen kurze Einführung in die allgemeine Instrumentenkunde; dieses Thema bearbeiteten unsere slowakischen Schüler/Innen. Nach einem mitreißenden amerikanischen Line Dance folgten zwei Exkursionberichte: über die Tonarbeiten mit dem Keramiker Robert Schneider und über den Besuch des ORF – Studio Burgenland.
Im darauffolgenden Rhythmusmuster eines Bossa Novas brachten wir zum ersten Mal unsere Toninstrumente zu Gehör. Da unser Ehrgeiz aber im Bau von funktionierenden Flöteninstrumenten aus Ton bestand, mussten die Aerophone von einer weiteren Arbeitsgruppe auch noch vorgestellt werden. Ebenso erfuhr das Publikum noch Interessantes über die Vielschichtigkeit des Begriffes „Ton“ . Ein weiterer Line Dance führte uns zum nächsten Programmpunkt, zur Geschichte und Verbreitung der Okarina.
Der spannendste Augenblick war die nun folgenden Spontankomposition für 18 Okarinas, Perkussionsinstrumente und singendes Publikum. Dieses aktiv in das Abendprogramm miteinzubeziehen, war eine der Vorgaben für den Präsentationsabend. Der Komponist erfuhr ja erst zu Beginn des Abends, welche Protagonisten ihm zur Verfügung stehen und konnte daher erst während des laufenden Programms seine Vorstellungen entwerfen und skizzieren. Sepp Gmasz, den wir dazu eingeladen hatten, erarbeitete zunächst mit jeder Gruppe eine Reihe von Klangmustern und fügte diese schließlich zu einer mehr oder weniger gelenkten Improvisation zusammen. Die Komposition trug den Titel „Von der Entstehung und Auflösung des Ton-Chaos“.
Das anfänglich skeptische Publikum steigerte sich mit der Aufgabe in einen wahren Klangrausch hinein, zu dem auch die in zwei Gruppen geteilten Okarinaspieler das ihre beitrugen. Dabei wurden allen Spielmöglichkeiten der selbst gebauten Instrumente ausgenützt. Tatsächlich erfing sich das Chaos in einen rhythmischen Dialog zwischen Publikum und Okarinas, um schließlich in einem pianissimo auszuhauchen. Die sekundenlange Stille bewies, dass alle Beteiligten von der Spannung ergriffen waren, die sich aber alsbald in einem tosenden Applaus entlud.
Den Eltern und Angehörigen wie auch den Verantwortlichen unserer Schule konnte eindrucksvoll demonstriert werden, dass sich in dem komplexen Projekt „Ton-Spielereien“ Kreativität und Spielwitz mit handwerklichem Können verband und obendrein viel Lehrstoff zum Thema Tongeräte erarbeitet werden konnte. Da diese Klasse noch nie ein derartiges Projekt öffentlich präsentierte, kann es auch als wichtiger Beitrag zur Persönlichkeitsschulung angesehen werden.
Bei einem kleinen, selbst organisierten Buffet durften die Schüler/Innen noch das Lob der Eltern und Gäste genießen.


![Logo: P[MB:5-8], net-1](uploads/pics/pmb.jpg)



